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29.07.2013 / Inland / Seite 4

In Wyhl fing alles an

Vor 40 Jahren wurde das badische Dorf als Standort für ein Atomkraftwerk benannt

Reimar Paul
Keine Plakate, keine Aufkleber, keine Fahnen. Nur wenig, nein, gar nichts erinnert daran, daß in Wyhl die Wiege der Anti-AKW-Bewegung stand. Daß die Menschen aus der Region sich hier zu Zehntausenden gegen das geplante Atomkraftwerk zur Wehr setzten.

Ursprünglich wollte das Badenwerk den Reaktor im wenige Kilometer entfernten Breisach bauen, erinnert sich Günther Sacherer, Winzer und einer der Aktivisten der ersten Stunde. Dort kam es zu Protesten. 65000 Bürger erhoben Einwände; an einer Demonstration von Oberrottweil nach Breisach beteiligten sich auch hunderte Landwirte mit ihren Traktoren. »Nai hämmer gsait« – »Nein haben wir gesagt« war ihre Parole.

Statt Breisach also Wyhl. Zunächst waren es nur Gerüchte, erzählt Sacherer. Ende Juli 1973 – vor 40 Jahren also – dann die Gewißheit: Im Radio gab Baden-Würrtembergs Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) den neuen Standort für das AKW bekannt. Und versprach gleichzeitig Arbeitsplätze u...



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