25.07.2013 / Inland / Seite 4

In Deutschland gescheitert, in China gebaut

Peking setzt beim Ausbau der Atomkraft auch auf den Hochtemperaturreaktor

Reimar Paul
Beim Ausbau der Atomenergie setzt China auch auf einen in Deutschland entwickelten und gescheiterten Kraftwerkstyp. Auf der Halbinsel Shandong, von 1898 bis 1914 deutscher Kolonialstützpunkt, wird ein Hochtemperaturreaktor (HTR) gebaut. Das ergaben Recherchen einer Anti-AKW-Initiative aus Hamm. Beteiligt an dem Projekt sind demnach die Tsinghua-Universität in Peking und mehrere chinesische Konzerne, wie örtliche Medien berichten.

In dem auch Kugelhaufenreaktor genannten HTR sind die von einem Graphitmantel umhüllten kugelförmigen Brennelemente aus Thorium und hochangereichertem und damit waffenfähigem Uran übereinander aufgeschichtet. Gekühlt werden diese Reaktoren mit Helium. In Deutschland wurde der bislang einzige kommerzielle HTR im westfälischen Hamm 1989 unter anderem wegen schwerwiegender technischer Mängel stillgelegt. Der umgerechnet fast 3,5 Milliarden Euro teure Reaktor konnte nur an 423 von 1600 genehmigten Vollasttagen Strom liefern. Schon b...

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