18.07.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Kaltstellen, rausekeln

Geschäftsführung der »Werkstatt Frankfurt« überzog einen Betriebsrat mit sieben Kündigungen. Sie klagte nach dessen Gegenwehr und verlor nun vor dem Landesarbeitsgericht

Gitta Düperthal
Seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 wurde immer wieder beim Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main in Sachen »Werkstatt Frankfurt« verhandelt. Am Freitag vergangener Woche scheiterte die Geschäftsleitung des nach eigener Darstellung »größten Arbeitsmarktdienstleisters« der Stadt dort erneut mit einem Versuch, einen engagierten Betriebsrat zu kündigen. Einsicht ist dennoch nicht zu verspüren. »Werkstatt«-Personalleiter Günter Weber hatte den Appell der Richterin, seine Beschwerde gegen das Urteil der ersten Instanz besser zurückzuziehen, schlicht ignoriert.

Unterbezahlung

Das Urteil besagt: Die Skandale in der größten hessischen stadtnahen Beschäftigungsgesellschaft reißen nicht ab. Die Geschäftsleitung versucht gezielt, Betriebräte und Mitarbeiter, die sich für Kolleginnen und Kollegen einsetzen, zu zermürben, rauszuekeln und kaltzustellen (jW hat wiederholt berichtet). Dazu muß man wissen: Rund 200 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, ohne daß es ein...

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