Gegründet 1947 Dienstag, 23. April 2019, Nr. 94
Die junge Welt wird von 2181 GenossInnen herausgegeben
18.07.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Kaltstellen, rausekeln

Geschäftsführung der »Werkstatt Frankfurt« überzog einen Betriebsrat mit sieben Kündigungen. Sie klagte nach dessen Gegenwehr und verlor nun vor dem Landesarbeitsgericht

Gitta Düperthal
Seit Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 wurde immer wieder beim Landesarbeitsgericht Frankfurt am Main in Sachen »Werkstatt Frankfurt« verhandelt. Am Freitag vergangener Woche scheiterte die Geschäftsleitung des nach eigener Darstellung »größten Arbeitsmarktdienstleisters« der Stadt dort erneut mit einem Versuch, einen engagierten Betriebsrat zu kündigen. Einsicht ist dennoch nicht zu verspüren. »Werkstatt«-Personalleiter Günter Weber hatte den Appell der Richterin, seine Beschwerde gegen das Urteil der ersten Instanz besser zurückzuziehen, schlicht ignoriert.

Unterbezahlung

Das Urteil besagt: Die Skandale in der größten hessischen stadtnahen Beschäftigungsgesellschaft reißen nicht ab. Die Geschäftsleitung versucht gezielt, Betriebräte und Mitarbeiter, die sich für Kolleginnen und Kollegen einsetzen, zu zermürben, rauszuekeln und kaltzustellen (jW hat wiederholt berichtet). Dazu muß man wissen: Rund 200 Mitarbeiter sind dort beschäftigt, ohne daß es ein...

Artikel-Länge: 5668 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €