18.07.2013 / Thema / Seite 10

Kernfrage Rohstoffe

Streit um die Inseln im Südchinesischen Meer. Teil II (und Schluß): Die Konflikte und ihre (un-)möglichen Lösungen

Ingo Nentwig
Der Effekt ist immer der gleiche, und er ist ganz simpel: Ein Blick auf die Karte mit der gestrichelten Linie führt zu dem Gedanken »Frechheit!« und »Das gibt’s doch gar nicht!«. Die Linie zeigt die Ansprüche Chinas (sowohl der Volksrepublik als auch der Regierung in Taipeh) auf das Südchinesische Meer als territoriales Gewässer. Sie verläuft in Form einer vom Festland im Norden ausgestreckten Zunge in einem Abstand von 50 bis 150 Kilometern parallel zu den Küsten aller Anrainerstaaten und schließt im Süden ihren Bogen vor der Küste Borneos. Hier liegt auch der südlichste Punkt, auf den China explizit Anspruch erhebt: Zengmu Ansha (kolonialer Name: »James Shoal«) ist ein Riff mit einer Gesamtfläche von 2,12 Quadratkilometern. An seiner flachsten Stelle liegt es 17,5 Meter unter dem Meeresspiegel, im Durchschnitt zirka 22 Meter. Die Volksrepublik China errichtete bzw. versenkte hier dreimal – 1994, 2005 und zuletzt im April 2010 – Grenzma...

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