13.07.2013 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir durchbrechen die Blockade von Gaza aus«

Über die kanadische Solidaritätsbewegung mit Palästina und ihre Versuche, auf dem Seeweg hin zu kommen. Und darüber, daß einheimische Handwerker jetzt mit kanadischem Geld dort ein Schiff zum Warenexport umbauen. Gespräch mit David Heap

Peter Wolter
David Heap ist Professor für Französisch und Linguistik an der Western University von Ontario, Kanada. Er ist aktiver Gewerkschafter und engagiert sich an führender Stelle in der kanadischen Solidaritätsbewegung mit Palästina.

Sie engagieren sich mit vielen anderen Kanadiern in der Solidaritätsbewegung für Palästina – u. a. wurde das mit dringend benötigten Gütern beladene Schiff »Tahrir« nach Palästina geschickt. Können Sie kurz schildern, wie das ausgangen ist?

Im Jahre 2010 steuerte die erste Solidaritätsflotille Palästina an – die israelische Marine stoppte sie aber, dabei wurden auf der türkischen »Mavi Marmara« neun Menschen erschossen. Ein Jahr darauf haben Solidaritätsgruppen aus mehreren Ländern begonnen, eine zweite Flotille zu organisieren. Von Spenden, die wir in Kanada gesammelt hatten, kauften wir in Griechenland ein 25 Meter langes Schiff, das bislang im Inselverkehr eingesetzt worden war, und tauften es auf »Tahrir« - nach dem ...

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