12.06.2013 / Inland / Seite 5

Keine Perspektive

Hamburg: Flüchtlinge aus Libyen sind der Obdachlosigkeit ausgeliefert. Parteien und Kirche wollen helfen

Mirko Knoche
Die Linke, die Grünen und die evangelische Kirche in Hamburg wollen dreihundert Flüchtlingen aus Libyen beistehen. Sie mußten während des NATO-Bombenkriegs das nordafrikanische Land verlassen und haben seit mehreren Monaten keine feste Bleibe in der Hansestadt. Das Bündnis der beiden Parteien und der Kirche verlangte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz, ab sofort für sechs Monate keine Personalien von der Polizei mehr feststellen zu lassen. Statt dessen sollten die Flüchtlinge beraten werden, welche Möglichkeiten sie haben, in Deutschland zu bleiben. Die aus Regionen südlich der Sahara stammenden Männer und Frauen werden permanent kontrolliert, um sie zu erfassen und ihre Abschiebung vorzubereiten. Dagegen hat sich in Hamburg eine Welle des Protests erhoben; am Wochenende demonstrierten rund 2000 Menschen für ein Bleiberecht der Af...

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