12.06.2013 / Inland / Seite 8

»Soziale Projekte lenken von echten Problemen ab«

Wo öffentliche Kassen leer sind, prägen an Schulen zunehmend private Stiftungen Aktionen etwa für Kriegsflüchtlinge. Gespräch mit Sabine Kruse

Jens Wernicke
Sabine Kruse ist Lehrerin an einem Lübecker Gymnasium. Der 13. Juni wird an vielen deutschen Schulen als »Sozialer Tag« begangen. In dessen Rahmen tauschen jährlich etwa 80000 Schüler die Schulbank gegen einen Arbeitsplatz. Organisiert wird er seit 1998 von der Organisation »Schüler Helfen Leben«. Die erarbeiteten Gelder werden für Jugend-und Bildungsprojekte gespendet.

Sie kritisieren die wachsende Zahl vermeintlich sozialer Projekte an unseren Schulen. Was ist das Problem?

Globalisierung und Sozialabbau haben auch im Bildungswesen längst einschneidende Veränderungen bewirkt. Daß Schulen Kontakte zu sozialen Einrichtungen und zur Wirtschaft pflegen, ist inzwischen selbstverständlich. Ebenso, daß überall dort, wo die öffentlichen Kassen leer sind, private Stiftungen soziale und schulische Projekte fördern, ja, oft sogar erst ermöglichen. Da soziale Projekte wie Girls’ Day, Schulhofgestaltung und »Schüler Helfen Leben«, eine Initiative, die alljährli...

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