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10.06.2013 / Inland / Seite 8

»Wir haben einen langen, steinigen Weg vor uns«

Die Euro-Hawk-Drohne ist vorerst gescheitert – Aktionen gegen derartige Waffensysteme gehen aber weiter. Ein Gespräch mit Brunhild Müller-Reiß

Michael Schulze von Glaßer
Brunhild Müller-Reiß ist in der »Drohnen Kampagne« und beim »Friedensbüro Hannover« aktiv

Die Aufklärungsdrohne vom Typ Euro-Hawk wird für das Verteidigungsministerium soeben zum Desaster – das Gerät bekommt keine Zulassung für den deutschen Luftraum, und der Verteidigungsminister Thomas de Maizière gerät arg ins Schleudern. Sie hatten gemeinsam mit anderen im Frühjahr eine Kampagne gegen den Drohnen-Kauf gestartet – jetzt ist das Ziel doch erreicht, oder?

Nein, ganz sicher nicht. Momentan herrscht öffentliche Empörung darüber, daß für die Drohne Hunderte Millionen Euro an Steuergeldern verschwendet wurden. Uns geht es aber darum, wofür die Bundeswehr überhaupt Drohnen anschaffen will und was sie damit machen will. Drohnen erleichtern es, andere Menschen zu töten, weil sie das Risiko eigener Verluste beim Einsatz auf null senken. Bei Drohnen handelt sich um eine neue Etappe der Kriegsführung. Man sieht ja schon heute an ihrem Einsatz in Pakist...

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