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01.06.2013 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Die tapfere Frau

Das Leben einer Lakota

Monika Seiller
Als Mary Crow Dog am 14. Februar 2013 starb, dauerte es fast zwei Wochen, bis die ersten Nachrufe in der Presse erschienen. Während die Nachricht vom Tod Russell Means, des einstigen Anführers des American Indian Movement (AIM), im vergangenen Herbst für Schlagzeilen in aller Welt sorgte, nahm vom Tod der »Lakota Woman« kaum jemand Notiz – nicht einmal im Internet, das sonst jede Meldung in Windeseile verbreitet.

»Ich bin eine Indianerin, eine Sioux. Das ist nicht leicht.« Mit diesen beiden Sätzen faßte sie in ihrer 1990 erschienenen Autobiographie »Lakota Woman« ihr Leben zusammen. Sie beschreibt in dem gemeinsam mit dem Journalisten, Autor und Aktivisten Richard Erdoes verfaßten Buch exemplarisch das Schicksal einer ganzen Generation indianischer Frauen in Nordamerika. Auf der Suche nach Identität und dem Kampf um Selbstbestimmung sind sie einer doppelten Diskriminierung ausgesetzt – als Indigene und als Frauen.

Mary Crow Dog wurde 1955 in...



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