21.05.2013 / Inland / Seite 4

»Nicht wie Tiere behandelt werden«

Hamburg: Libysche Kriegsflüchtlinge fordern Unterkunft, Arbeit und Aufenthaltsrecht in der BRD

Martin Dolzer
Etwa 60000 Menschen sind während des Krieges 2011 oder kurz danach aus Libyen nach Europa geflohen. Die meisten von ihnen stammen aus anderen afrikanischen Staaten. Sie hatten zuvor in Libyen einen existenzsichernden Job und versorgten ihre Familien oder Gemeinden in ihren Heimatländern Ghana, Senegal, Nigeria und Togo mit. Über die Situation der in Deutschland lebenden Flüchtlinge aus Libyen berichteten am Pfingstwochenende Betroffene auf einer Pressekonferenz in Hamburg. »Wir sind vor dem Krieg und den Übergriffen der Aufständischen geflohen, um unser Leben zu retten. Nun sind wir von der Ignoranz der europäischen Regierungen betroffen«, sagte Affo Tschassei, ein Sprecher der Flüchtlinge. Die meisten von ihnen kamen zunächst über das Mittelmeer auf die italienische Insel Lampedusa. Dort lebten sie bis zum Herbst 2012 in notdürftig errichteten Camps und erhielten schließlich ein humanitäres Aufenthaltsrecht. Mit der Begründung, die Versorgungskapazitäten...

Artikel-Länge: 3216 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe