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10.05.2013 / Feuilleton / Seite 12

Poetische Verlorenheit

Peymann traf Weisband auf der Böll-Bühne

Jamal Tuschick
Ein Herrensitz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin liegt nah dem Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer und dem Deutschen Theater. In diesem Glutkern von Nachbarschaft eröffneten Marina Weisband und Claus Peymann am Mittwoch abend die Konferenz »Theater und Netz«.

Zunächst betonte Peymann seine Ahnungslosigkeit im Internet. Von Koketterie keine Spur. Der Chef des Berliner Ensembles zog sein Smartphone, um am technischen Beispiel persönliche Überforderung zu dokumentieren. Peymann donnerte und wetterte protestantisch daher: »Das Schlimmste am Internet ist die englische Sprache« oder: »Imperialismus ist, wenn man die eigene Sprache verliert.« Mich erinnerte das an meine Oma und ihre Überfremdungsarie: »Ihr seid voll amerikanisiert« (dies allerdings auf hessisch).

Claus Peyman...



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