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17.04.2013 / Ansichten / Seite 8

Kraftwerke stillegen

EU-Parlament sabotiert Klimaschutz

Wolfgang Pomrehn
Eigentlich sollte ja der Emissionshandel das Wundermittel gegen den Klimawandel sein. So erzählen es jedenfalls die Marktgläubigen seit rund 25 Jahren landauf, landab und setzten ein entsprechendes System für Industrie und Kraftwerke in der EU durch. Wenn eine Obergrenze für den Ausstoß von Treibhausgasen festgesetzt, eine entsprechende Anzahl von Zertifikaten versteigert und für Emittenden ohne Zertifikate eine Strafe festgelegt würde, dann entstünde ein ökonomischer Anreiz, das Klima zu schonen. Soweit die Theorie. In der Praxis haben die EU-Regierungen jedoch viel zu viele Zertifikate ausgegeben, so daß die Preise seit Monaten im Keller sind. Nicht einmal fünf Euro kostete in den letzten Monaten das Recht, eine Tonne CO2 auszustoßen. Um die gewünschte Lenkungswirkung zu erreichen, wäre hingegen ein Preis von mindestens 20, eher aber 30 Euro pro Tonne nötig.

Aber wie es aussieht, sind einige mit dem Scheitern des Emissionshandels ganz zufrieden. Massiv...

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