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25.03.2013 / Feuilleton / Seite 12

Es war einmal … Ein Verfassungsschutz

Vincent Streichhahn
»Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte«, meinte Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei in Thüringen, am Samstag abend in der Uni Halle. Bezogen war das auf Ergebnisse des Untersuchungsausschusses, den der Thüringer Landtag Anfang 2012 zur NSU-Mordserie eingesetzt hat. Was Ramelow bis dato nur ahnen konnte, hat er inzwischen Schwarz auf Weiß in den Akten nachgelesen. Der in der Thüringer Linkspartei installierte V-Mann muß da als Bagatelle erscheinen. Zum Beispiel hat der Verfassungsschutz zwei nach außen hin Badminton betreibende Clubs aufgebaut, um dort 50 Nazis das Kickboxen beizubringen. Danach sollten sie ein von Linken besetztes Haus stürmen. Alles fein säuberlich notiert.

Das war nur eine von vielen Anekdoten über faschistoide Verfassungsschützer. Erzählt wurden sie nicht von irgendwem, sondern der »geballten Kriminalität«, wie Ramelow sich und den Jenaer Jugendpfarrer Lothar König bezeichnete. Gegen Ramelow läuft d...

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