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18.03.2013 / Feuilleton / Seite 13

Ohne Worte

Eine Ausstellung zur Marx-Ikonographie in Trier

Daniel Bratanovic
Brecht fand’s blöde, Lenin soll nicht so recht gewollt haben, und auch der Alte selbst hatte keine Lust darauf. Vergebens. Das Abbild Karl Marx’ wurde zur Ikone. In zigfacher Ausführung bei formaler Variation reproduziert, war es zeitweilig, als die politischen Verhältnisse global betrachtet noch andere waren, massenhaft präsent. »Man verschone uns endlich mit diesem Popanz eines Jupiter Tonans«, maulte Brecht und meinte damit eine Darstellungsweise, die Marx in die Nähe der donnernden römischen Gottheit rücke.

Der Geschichte dieser Ikonographie hat sich pünktlich zum 130. Todestag Marxens eine am Sonntag eröffnete Ausstellung des Stadtmuseums Simeonstift in Trier angenommen. Lange Zeit, auch das war wohl besagten anderen politischen Verhältnissen geschuldet, hatte die Stadt am Westrand der alten BRD ihren bekanntesten Sohn eher stiefmütterlich behandelt. Davon mag zeugen, daß das Stadtmuseum nicht ein einziges Exponat der Ausstellung in Eige...

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