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15.03.2013 / Feuilleton / Seite 12

»Die E-Zigarette ist im Kommen«

Von der elektronischen Zigarette profitieren Raucher und Nichtraucher. Schädlich ist sie nur für das Geschäft von Tabaklobby und Pharmaindustrie. Ein Gespräch mit Gregor Gysi

Peter Steiniger
Geht der Nobelpreis mal wieder nach China? Für eine Erfindung, die Millionen eine Alternative zum Rauchen bietet, Rentenzeiten verlängert und die Lebensqualität steigert. Wo Nikotinpflaster, Akupunktur und Hypnose regelmäßig versagen, kommt die Innovation aus dem Reich der Mitte zum Zug. Die E-Zigarette macht den Umstieg vergleichsweise leicht, Raucher können an Gewohnheiten festhalten. Sogar das Ausschleichen aus der Sucht kann gelingen. Wichtigster Trumpf: Die E-Fluppe besitzt Suchtpotential. Die akkubetriebenen Geräte verdampfen eine aromatisierte, meist nikotinhaltige Flüssigkeit. Das stimulierende Nervengift schlägt nach acht Sekunden im Gehirn ein. Nervenkrebs droht nicht, die Gesundheitsrisiken reichen nicht entfernt an die von Teerzigaretten heran. Kein Passivrauch, keine Kippen, kein Aschenbechermund, das Haus brennt nicht ab.

Die E-Zigarette trifft aber auf den Widerstand von Politikern, Lobbyisten und Abstinenzpredigern. Anders als Genußmittel ...

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