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11.03.2013 / Inland / Seite 8

»Bekanntermaßen sind viele einfach depressiv«

Kritische Jobcenter-Mitarbeiterin aus Hamburg sollte wegen ihres Blogs zu einer Anhörung erscheinen. Ein Gespräch mit Inge Hannemann

Gitta Düperthal
Inge Hannemann ist Mitarbeiterin im ­Jobcenter Hamburg-Altona für ­Erwerbslose unter 25 Jahren

Sie betreiben im Internet einen Blog zum Thema »Sanktionen und Schikanen des Jobcenters gegenüber Erwerbslosen«. Die Geschäftsleitung will Ihnen das jetzt untersagen – werden Sie gemobbt?

Ja, schon seit über einem Jahr. Der Geschäftsführer der »team arbeit Hamburg« Friedhelm Siepe und sein Stellvertreter Oliver Weiße fordern mich ständig auf, meinen kritischen Hartz-IV-Blog einzustellen: Ich sollte schriftlich bestätigen, nicht mehr über das Jobcenter zu schreiben. Eine solche Einschränkung meiner Meinungsfreiheit lehne ich ab. Jetzt hat es sich aber zugespitzt. Für vergangenen Freitag hat die Geschäftsleitung eine Anhörung für den Zeitraum von anderthalb Stunden angesetzt. Anlaß war ein von mir veröffentlichter Text mit dem Titel »Und die Bundesagentur für Arbeit schaut zu«. Darin hatte ich mich darauf bezogen, daß sich im Internet zunehmend mehr Hartz-IV...

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