11.03.2013 / Thema / Seite 10

Kein Grund für Optimismus

Im Streit um das iranische Atomprogramm zeichnet sich keine Lösung ab. Der Westen schiebt schon das nächste Propagandathema an

Knut Mellenthin
Ajatollah Ali Khamenei, »Oberster Führer der Islamischen Revolution« des Iran, hat am Donnerstag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats kritisch zu Äußerungen maßgeblicher Politiker seines Landes im internationalen Streit um das iranische Atomprogramm Stellung genommen. Erneut zog er es vor, mehrere Tage verstreichen zu lassen, bevor er mit sehr entschiedenen Äußerungen öffentlich in die Diskussion eingriff.

Gegenstand war diesmal das Treffen zwischen Vertretern des Iran und der aus den USA, Rußland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bestehenden Sechsergruppe, das am 26. und 27. Februar in der früheren Hauptstadt Kasachstans, Almaty, stattgefunden hatte. Nach den Gesprächen erklärte der iranische Chefunterhändler Said Dschalili, einige Punkte in den Vorschlägen der Gegenseite seien »realistischer« gewesen als in der Vergangenheit und näher an die iranischen Vorstellungen herangekommen. Das sei »ein positiver Schritt«, »trotz der Tatsache,...

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