08.03.2013 / Ausland / Seite 6

Reiche in Angst

Das Unumkehrbare und Hugo Chávez

Jacobo Rivero, Madrid
Eine Frau im Armenviertel La Vega in Caracas sagte mir vor sechs Jahren: »Dies hier ist unumkehrbar.« Ich hatte sie gefragt, was passieren würde, wenn Chávez sterben würde. Trotz einiger Medien und multinationaler Konzerne glaube ich, daß sie nicht unrecht hatte. Für die gesellschaftliche Mehrheit Venezuelas wird das Leben nie wieder schicksalhaft von Ausbeutung und Elend geprägt sein. Der »Prozeß« hat lange genug gedauert, um im Boden Wurzeln zu schlagen. Diese Frau sagte mir damals, daß sie nun erst gelernt habe, daß die Schwarzen, die Menschen wie sie, einst als Sklaven aus Afrika kamen. Mit ihren 50 Jahren hatte sie bis dahin geglaubt, daß es eben eine Art von Armut gäbe, die dunkler sei als andere. Doch diese Frau hatte gelernt, daß Ungerechtigkeit Gründe und Unwissenheit Ursachen hat.

Angst vor dem Volk

Im selben Barrio lernte ich eine HipHop-Gruppe kennen, die sich »Familia Negra«, »schwarze Familie«, nannte. Obwohl ihr Schicksal eigentlich gewesen...

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