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23.02.2013 / Feuilleton / Seite 13

Die Leerstellen gestalten

Engagement und Introspektion: Juan Allende-Blin zum 85. Geburtstag

Flrorian Neuner
Gegenüber deutschen Komponisten seiner Generation (wie beispielsweise Karlheinz Stockhausen) verfügte Juan Allende-Blin am Ende des Zweiten Weltkriegs über einen entscheidenden Informationsvorsprung. Geboren am 24.2.1928 und aufgewachsen in Santiago de Chile, hatte er die Musik der Schönberg-Schule nämlich schon vor 1945 kennengelernt – und zwar aus erster Hand, waren es doch Emigranten wie Erich Kleiber, Rudolf Kolisch oder Hermann Scherchen, die in seinem, allen Künsten zugewandten, spanisch-französischen Elternhaus ein- und ausgingen. Der Webern-Schüler Fré Focke wurde zum Kompositionslehrer Allende-Blins, der aber auch durch seinen Onkel Humberto Allende Sarón geprägt wurde, der in Frankreich gelebt und dem Kreis von Claude Debussy angehört hatte. Scherchen war es, der dem jungen Musiker riet, nach Europa zu gehen, nachdem er Lieder von ihm gehört hatte.

Für Juan Allende-Blin, der die lange Schiffsreise dann 1951 auf sich nahm, war die Ankunft ...

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