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11.02.2013 / Thema / Seite 10

Bankenrettungsmaschine

Die europäischen Regierungen zwingen einander zur Solidarität zwecks Stabilisierung der Euro-Zone: Ein Tribut an das Finanzkapital

Lucas Zeise
Die Rezession in Europa geht ihren Gang und fordert ihre Opfer. Dennoch legt die Euro-Finanzkrise seit einem halben Jahr Pause ein. Pause heißt: Italien und Spanien erhalten am Finanzmarkt wieder Kredit und zwar zu Zinsen, die gerade noch tragbar sind. Verantwortlich dafür sind Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, und Wolfgang Schäuble, der deutsche Bundesminister der Finanzen. Draghi hat im Sommer glaubhaft versichert, im Notfall unbegrenzt Staatsanleihen dieser Länder zu kaufen. Die »Drohung« genügte, um die internationalen Finanzspekulanten zum Kauf dieser Anleihen zu motivieren. Schäuble hat Griechenland (und seinen Gläubigern) mit der Aussicht auf mehr Geld aus Deutschland den Staatsbankrott und den Austritt aus der Euro-Zone erspart. Man tut beiden, Draghi und Schäuble nicht Unrecht, wenn man darauf verweist, daß sie diesen Politikschwenk nicht hätten vollziehen können, wenn die deutsche Kanzlerin, Frau Angela Merkel (ihrerseits...

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