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07.02.2013 / Inland / Seite 5

Die Killer AG

Polizisten erklärten im bayerischen Untersuchungsausschuß, warum sie bei der Neonazi-Mordserie so lange im familiären Umfeld der Opfer ermittelten

Claudia Wangerin
Warum wurde noch beim siebten Mord, den Neonazis mit derselben Waffe verübten, intensiv im sozialen Nahbereich des Opfers ermittelt – und das, obwohl es zwischen den Familien der getöteten Kleinunternehmer mit Migrationshintergrund keine Verbindung gab? Diese Frage mußte Kriminalhauptkommissar Werner Störzer vom Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag im Untersuchungsausschuß des bayerischen Landtags zur Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) beantworten. Zunächst versteht er nicht, warum das den Abgeordneten unlogisch erscheint. »Seh ich völlig anders«, meint Störzer. »Wir haben damals die Lösung favorisiert, daß wir es mit einer Killer AG zu tun haben«. Eine solche könne für unterschiedliche Auftraggeber gearbeitet haben. Sein Kollege Manfred Hänsler sagt wenig später aus, die verwendete Ceska-Pistole sei »eine relativ billige, unzuverlässige Waffe«, für Profikiller untypisch.

»Wir waren uns ja bis zum Schluß nicht sicher, o...

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