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05.02.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Linke und die Enten

Was die deutschen Qualitätsmedien anstellen, wenn eine linkssozialdemokratische Partei den Entwurf eines Wahlprogramms veröffentlicht

Arnold Schölzel
Am vergangenen Freitag berichtete AFP: »Die Linkspartei will Einkommen, die über eine halbe Million Euro pro Jahr hinausgehen, zu 100 Prozent besteuern. Das geht nach einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung (Onlineausgabe) vom Freitag aus dem Entwurf für das Wahlprogramm der Partei hervor. ›Wir schlagen vor, daß niemand mehr als 40mal so viel verdienen sollte wie das gesellschaftliche Minimum – bei der derzeitigen Verteilung wären das immer noch 40000 Euro im Monat‹, heißt es demnach in dem Text. In zwölf Monaten käme man so auf 480000 Euro.« Der Konjunktiv im letzten Satz ließe sich als Zeichen eines gewissen Unwohlseins des Redakteurs, der das Urheberrecht für die heraustrompetete Meldung hatte, deuten. Den Regeln formaler Logik genügt seine Schlußfolgerung jedenfalls nicht, und im Text sind die 100 Prozent nicht zu finden.

Aber die Ente war heraus und erfüllte ihren Zweck. Alle Onlineausgaben der deutschen Qualitätspresse griffen...

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