12.01.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Globale Trendwende

US-Denkfabrik macht Niedergang neoliberaler Globalisierung aus. Indizien lassen auf Umleitung wichtiger Investitionsströme in nationale und regionale Strukturen schließen

Rainer Rupp
Die neoliberale Globalisierung hat 2007 ihren Zenit überschritten und ist seither im Rückwärtsgang. Insbesondere der Grad der globalen Durchdringung habe durch die andauernde Finanzkrise und die damit einhergehende Konjunkturflaute einen schweren Rückschlag erfahren. Das ist der Kern einer internen Studie der konservativen US-Denkfabrik »Lignet«, für die viele ehemalige Analysten verschiedener US-Bundesministerien und -Geheimdienste arbeiten.

Zwar habe das Wachstumstempo des Welthandels in den letzten 60 Jahren kontinuierlich das des Welt-Bruttoinlandsproduktes (BIP) übertroffen, aber schon vor 2007 sei die Differenz rückläufig gewesen, »da die Kräfte der Regionalisierung und Lokalisierung (der Produktion) sich zunehmend gegen die Kräfte der Globalisierung durchgesetzt haben«, heißt es in der Studie. Darin wird die Befürchtung geäußert, daß dies »das Geschäftsmodell für immer verändert«. So seien seit November 2008 weltweit dreimal mehr protektionistisch...

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