10.01.2013 / Feuilleton / Seite 12

Eine große Nummer

Alle Argumente, die ihr wichtig waren: Margarethe von Trottas Spielfilm »Hannah Arendt«

Klaus Bittermann
Meine Skepsis war groß. Ein Spielfilm über Hannah Arendt? Von Margarethe von Trotta? Sollte die Debatte um Arendts Buch über den Eichmann-Prozeß nicht eher Gegenstand einer Dokumentation sein, wie sie Eike Geisel 1990 mit »Erbschaft eines Angestellten« gedreht hat? Und dann wurde dieser Spielfilm noch von einer Firma produziert, die sich »Heimatfilm« nennt, bei der man sich einen Film über Hannah Arendt also am allerwenigsten vorstellen kann. Konnte das gutgehen?

Es ging gut. »Hannah Arendt« hebt sich wohltuend von den kammerspielartig verfilmten Biographien ab, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen manchmal zum Abgewöhnen im Bildungsprogramm hat. »Hannah Arendt« ist nicht einfach abgefilmtes Leben, sondern besitzt durchaus Dramaturgie und Spannung. Man merkt dem Film eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema an, nicht nur mit Büchern und Briefen. Zeitzeugen wurden befragt, z.B. Arendts Freundin und zeitweilige Sekretärin Lotte Köhler, die später...

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