31.12.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Den Leuten hier geht es wirklich dreckig«

Die EU hat Griechenland eine rabiate Kürzungspolitik aufgezwungen. Deren Auswirkungen auf den Alltag der Bevölkerung sind dramatisch. Ein Gespräch mit Georg Pieper

Ralf Wurzbacher
Georg Pieper ist Psychologischer Psychotherapeut und betreibt eine Praxis für Trauma- und Streßbewältigung in Gladenbach bei Marburg (Lahn). Unter anderem hat er Angehörige der Opfer des Grubenunglücks in Borken, des ICE-Unglücks in Eschede und des Amoklaufs von Erfurt betreut. Im Oktober weilte er in Athen, um vor Ort Psychologen, Psychiater und Ärzte in Sachen Traumatherapie fortzubilden. Im Knaus-Verlag erschien von ihm gerade das Buch: »Überleben oder Scheitern. Die Kunst, Krisen zu bestehen und daran zu wachsen.«

Sie hatten im Oktober die Gelegenheit, die Krise in Griechenland persönlich in Augenschein zu nehmen. Was war der Zweck Ihres Aufenthalts?

Ich bin dort mit Psychologen, Psychiatern und Ärzten zusammengetroffen, die in der Vergangenheit bei mir eine Ausbildung in Traumatherapie absolviert hatten. Die Traumatherapie ist ein relativ junges und noch recht wenig verbreitetes Fach. In Griechenland leiste ich seit 2005 so etwas wie Pionierarbeit au...

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