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22.12.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Das Wunder von Athen

Griechenland kein Pleitekandidat mehr: Zahlentricks der Troika rechnen Zukunft des Landes schön. Und die größte Ratingagentur segnet das Mirakel ab

Rainer Rupp
Genau eine Woche vor Weihnachten hat die griechische Tragödie eine scheinbar wundersame Wende genommen: Hellas gilt als gerettet. Nachdem das Land über zwei Jahre unmittelbar vor dem Staatsbankrott stand und (zur Absicherung der Geschäfte europäischer Großbanken bzw. der gemeinsamen Währung) immer wieder mit Milliardenhilfen aufgepeppelt werden mußte, hatte sich die Lage in den letzten Monaten immer mehr zugespitzt. Doch plötzlich sieht alles anders aus. Der Verbleib in der Währungsunion gilt als gesichert.

Seit Anfang dieser Woche überbieten sich die Mainstream-Medien in Optimismus über die wirtschaftliche Zukunft des Landes. Das tun sie, obwohl sich faktisch nichts verändert hat. Zuletzt hatten sogar einflußreiche Politiker, wie der holländische Ministerpräsident Mark Rutte, öffentlich über Wege nachgedacht, wie man Athen aus der Euro-Zone hinauskomplimentieren könnte.

Die weltgrößte Ratingagentur hat wesentlichen Anteil an diesem griechischen Weihnac...



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