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20.12.2012 / Ausland / Seite 8

»Menschenhändler setzen pro Jahr 32 Milliarden Dollar um«

Ein Gericht in Argentinien hat 13 Angeklagte freigesprochen, die ein Mädchen zur Prostitution gezwungen haben sollen. Gespräch mit María Chaves

Wladek Flakin
María Chaves ist Dozentin für Soziologie an der Universität von Buenos Aires und führendes Mitglied der sozialistischen Frauengruppierung »Pan y Rosas« (Brot und Rosen)

Vor gut einer Woche hat ein argentinisches Gericht 13 Angeklagte freigesprochen, die ein Mädchen zur Prostitution gezwungen haben sollen. Ein Fall von Menschenhandel? Und wie reagiert die Öffentlichkeit darauf?

Der Prozeß dauerte zehn Monate, das Urteil wurde am 11. Dezember gesprochen. Es ging um die Entführung von Marita Verón aus der Provinz Tucumán im Norden des Landes. Seit ihrem Verschwinden am 3. April 2002 hatte ihre Mutter, Susana Trimarco, zusammen mit Dutzenden Organisationen das Thema der Menschenhandelsringe thematisiert und dieses millionenschwere Geschäft angeprangert. Obwohl die Staatsanwaltschaft Haftstrafen von bis zu 25 Jahren gefordert hatte, konnten die Angeklagten den Gerichtssaal als freie Menschen verlassen. Die Empörung über dieses Skandalurteil war landesweit &nda...

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