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11.12.2012 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

»Tickende Zeitbombe«

Regierung Indonesiens spürt Druck der erwachenden Arbeiterbewegung. Gesetzlicher Mindestlohn soll 2013 um 44 Prozent steigen

Raoul Rigault
Reale Lohnerhöhungen sind in Westeuropa inzwischen eine Seltenheit – Stagnation und oftmals gravierende Einkommenseinbußen die Regel. Ganz anders in Indonesien. Im bevölkerungsmäßig viertgrößten Land der Welt erzwang die noch recht junge Arbeiterbewegung in der Hauptstadt Jakarta und der Provinz Nordsumatra jetzt für 2013 eine 44prozentige Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns in der Privatwirtschaft auf 2,2 Millionen Rupien (228 Dollar) im Monat. Er war, bei einer Inflation von gut fünf Prozent, bereits im laufenden Jahr um zehn Prozent gestiegen. Im Rest des Landes werden die Zuwächse ab 1. Januar durchschnittlich bei 18 Prozent liegen. Nicht überraschend, daß die im Unternehmerverband APINDO und der Industrie- und Handelskammer (­KADIN) zusammengeschlossenen Geschäftsleute dagegen Sturm laufen und behaupten, ein solcher Anstieg der Arbeitskosten werde zahlreiche Betriebe zugrunde richten, ausländische Investoren abschrecken und sofort mindestens...

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