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28.11.2012 / Antifa / Seite 15

Ein Leben lang gekämpft

Er sprengte die Kommandantur im französischen Creuse: Adolphe Low, der letzte ­deutsche Spanienkämpfer, ist im Alter von 97 Jahren gestorben

Esther Broß und Paul Bauer
Mit Adolphe Low starb am 11. November in Strasbourg der letzte deutsche Spanienkämpfer. Am 21. Juli 1915 als Adolf Löw in Cottbus geboren, wuchs er in einem jüdischen Elternhaus mit fünf älteren Geschwistern in Berlin auf. Als kleiner Junge waren ihm Westernfilmvorstellungen – vor allem die mit dem amerikanischen Darsteller und Regisseur Tom Mix – lieber als ein Besuch in der Synagoge. Früh schloß er sich der jüdischen antifaschistischen Jugendbewegung an; er wurde aktives Mitglied der Jugendgruppe der Roten Hilfe. Schon vor 1933 hat man ihn wegen der Teilnahme an einer illegalen Versammlung von jüdischen Antifaschisten aus Polen in das Polizeigefängnis am Berliner Alexanderplatz eingesperrt. Während des sogenannten Blutmai 1929, bei der die damals sozialdemokratisch geführte Berliner Polizei Dutzende Arbeiter erschoß, erlitt Adolphe einen Streifschuß. Als er 1933 vor einer anstehenden Hausdurchsuchung und Verhaftung rechtzeitig gewarnt worden...

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