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12.11.2012 / Thema / Seite 10

Volles Rohr

Hintergrund. Mit der Inbetriebnahme eines zweiten Strangs der »Ostseepipeline« scheint die deutsche Versorgung mit russischem Erdgas dauerhaft gesichert. Beim Zugriff auf den Rohstoff war Niedersachsen treibende Kraft

Jörg Kronauer
Am 8. Oktober knallten in der Bucht von Portowaja die Sektkorken. »Wir haben geliefert!« rief der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder stolz: Der zweite Strang der Erdgasleitung Nord Stream, auch bekannt als »Ostseepipeline«, wurde an der russischen Ostseeküste unweit St. Petersburgs offiziell in Betrieb genommen. Durch die zwei Röhren wird die Nord Stream AG, deren Aktionärsausschuß Schröder vorsitzt, bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr auf direktem Wege nach Deutschland leiten – »für mindestens 50 Jahre«, wie das Unternehmen erklärt. Damit könne man die langfristig, nicht zuletzt wegen des deutschen Atomausstiegs, steigende Erdgasnachfrage in der EU immerhin teilweise decken. Mit lobenden Worten bedachten keineswegs nur Vertreter der Nord Stream AG, wie der deutsche Exkanzler, sondern auch dessen Amtsnachfolgerin Angela Merkel das ehrgeizige Projekt, das trotz diverser technischer, vor allem aber auch politischer Schwierigkeiten na...

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