13.10.2012 / Feuilleton / Seite 13

Nur noch Banken

Ein neuer Dokfilm und die Band Locomondo kämpfen gegen die Abschaffung von Griechenland

Christof Meueler
Es gibt kein Griechenland mehr, es gibt nur noch Banken« sagt ein Lebensmittelverkäufer in »Message from Greece«, einem instruktiven Dokumentarfilm von Mosjkan Ehrari und Vassili Vougiatzis. Er lief schon mehrfach bei BBC World, in Deutschland dagegen gibt es meistens nur Geschwätz und Gestöhne darüber wie »die Griechen« angeblich »unser Geld« verprassen. Mein Geld ist es jedenfalls nicht, ich habe mehr das Gefühl, daß ich keins habe. In Griechenland dagegen gibt es Gewißheiten. Der Liter Benzin kostet 1,80 Euro, viele verkaufen ihre Autos. In dem Film erzählt eine Frau aus Athen, daß sie 600 Euro im Monat verdient. Das reicht gerade so, um weiterzumachen. Sie arbeitet als Kellnerin – in zwei Bars. Stundenlohn: vier Euro. Wenn sie krank ist, geht sie trotzdem arbeiten. Eigentlich ist sie Lehrerin.

Das, was hierzulande gerne stark untertreibend »Krise« genannt wird, merkte man in Griechenland 2009 zuerst in den Nachrichten, erzählt mir Markos Koumar...

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