22.09.2000 / Ausland / Seite 0

Verfolgung und Arabisierung

Irakisch-Kurdistan: Innere Konflikte und äußere Bedrohung (Teil 4 und Schluß)

Erhard Thiemann

Das baathistische Irak begreift sich als nationalistisch- arabischer Staat, obwohl die Zusammensetzung der Bevölkerung sehr heterogen ist. Die Baath-Partei hat bereits seit ihrer Machtübernahrne 1968 eine systematische und rigorose Politik der »ethnischen Säuberung« in Irakisch- Kurdistan betrieben und zu einem Kennzeichen irakischer Herrschaftspraxis gemacht. Die Arabisierung ist seit langem Bestandteil der chauvinistischen Politik der Baath-Partei gegenüber dem kurdischen Volk, mit der sie letztlich versucht, die Kurden zu assimilieren oder aber zu verfolgen und zu vertreiben.

Charakteristikum dieser Politik ist dabei, daß sie weniger »rassisch« als vielmehr territorial determiniert ist. Ihr Ziel ist vor allem, die Kurden als »ethnische Gruppe« in ihrer Verbindung mit dem Gebiet »Kurdistan« zu beseitigen. So werden Kurden in Zentral- oder Südirak prinzipiell nicht mehr als Gefahr für das Regime betrachtet, da sie nicht mehr in »ihrem« Territorium le...

Artikel-Länge: 6335 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe