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08.10.2012 / Thema / Seite 10

Neuer Rechtspopulismus

Vorabdruck. In Europa formieren sich autoritäre, rassistische Bewegungen neu – Ungarn unter Premier Viktor Orbán spielt dabei in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle

Erhard Crome
Bei den Wahlen zum ungarischen Parlament 2010 errang Viktor Orbán mit dem rechtspopulistischen Ungarischen Bürgerbund (Fidesz) eine Zweidrittelmehrheit. Was begann, war die autoritäre Umgestaltung Ungarns: Eine Orbán auf den Leib geschneiderte Verfassung und ein reaktionäres Mediengesetz wurden verabschiedet. In seinem in diesen Tagen im Berliner spotless Verlag erscheinenden Buch (96 Seiten, 5,95 Euro) erklärt der Politikwissenschaftler Erhard Crome das Erstarken dieses neuen Autoritarismus und setzt es in Beziehung zu Erneurerungsprozessen der extremen Rechten in Europa insgesamt. jW veröffentlicht um Fußnoten gekürzt Auszüge aus dem Buch vorab.

Radikale rechtsgerichtete Bewegungen sind in jüngerer Zeit nicht nur in Ungarn, sondern auch in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien, Finnland, Rumänien, Bulgarien, Griechenland sowie in Skandinavien in Erscheinung getreten.

In Deutschland beschäftigte monatelang die Sarrazin-Debatte die ...


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