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03.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Dabei ist viel Meinungsmache«

Der junge Antifaschist Deniz K. sitzt aufgrund konstruierter Vorwürfe seit Monaten in Haft. Ein Gespräch mit Uta Heinrichs

Markus Bernhardt
Seit 21. April sitzt Denziz K. in Untersuchungshaft. Was wird ihm vorgeworfen?

Deniz soll auf einer antifaschistischen Demonstration im März in Nürnberg mit einer Fahnenstange auf Polizisten eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft konstruierte daraus einen Tötungsvorsatz, den sie mit der politischen Einstellung des Demonstranten begründet.

Deniz soll den Tod von Polizisten in Kauf genommen haben, um auf die damals verbotene Route der Demo in der City zu gelangen. Bei seiner Verhaftung wurde ihm zunächst zweifacher versuchter Totschlag vorgeworfen. Angeklagt wurde er nun wegen versuchten Totschlags in fünf Fällen, Widerstands und gefährlicher Körperverletzung.

Es dürfte kaum möglich sein, gepanzerte und behelmte Polizisten mit einer nur etwa zwei Zentimeter dicken Fahnenstange zu töten. Wie erklären Sie sich, daß die Staatsanwaltschaft einen derart albernen Vorwurf konstruiert?

Dazu muß man den Kontext sehen. Die Demonstration im März richtete sich ...





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