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07.08.2012 / Thema / Seite 10

Ein Anarchist mit Klassenstandpunkt

Porträt. Der Ethnologe David Graeber hält nicht viel von marxistischer Theorie. Trotzdem läßt sich eine Menge von ihm lernen

Thomas Wagner
Wie hältst du es mit der Polizei? Die so gestellt eher abstrakte Frage erhält für jeden politisch Aktiven eine unabweisbare Dringlichkeit, sobald es darum geht, eine Demonstration, eine Blockade oder irgendeine andere Protestveranstaltung zu organisieren. Im Rückblick auf die Besetzung des Zuccotti-Parks in New York, mit der im Spätsommer und im Herbst des vergangenen Jahres die Massenproteste der Occupy-Bewegung in den USA begannen, kommt David Graeber zu einem eindeutigen Schluß: »Eine der Schlüsselentscheidungen, auf die wir uns bereits im frühen Planungsstadium einigten, war die Verweigerung jeglichen Kontakts mit der Polizei. Und es war die Entscheidung, die unsere Strategie von Anfang an maßgeblich bestimmte und die Voraussetzungen für alles Folgende schuf. Andere Besetzungen schlugen einen anderen Kurs ein und haben sich für Verbindungsleute entschieden. Meines Wissens endeten alle im Desaster.« (Graeber, Inside Occupy, Frankfurt a.M./New York 2012...

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