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26.07.2012 / Ausland / Seite 8

»Die Unternehmen haben sich das Geld eingesteckt«

Bergarbeiterstreik in Spanien. Subventionen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze meist zweckentfremdet. Ein Gespräch mit Maria Gonzales

Wladek Flakin
Maria Gonzales ist Bergarbeiterin aus der Grube »María Luisa« in der ­spanischen Region Asturien

Seit Wochen streiken Bergarbeiter in Spanien gegen die Kürzung von staatlichen Subventionen um zwei Drittel. in deren Folge Minen geschlossen und Tausende Kumpels entlassen wurden. An dem Arbeitskampf in Asturien sind nicht wenige Frauen beteiligt. Wie viele arbeiten unter Tage?

In der Grube »María Luisa« arbeiten 2000 Bergarbeiter, darunter 200 Frauen. Ich fing mit 29 Jahren an. Zuvor haben wir einen langen Kampf dafür geführt, daß Frauen in den Minen arbeiten können. Jeden Tag fahre ich 689 Meter unter die Erde, in einem »Käfig«, wie wir es nennen. Wir wissen, zu welcher Uhrzeit wir reinfahren, aber nicht, ob wir wieder rauskommen. Es ist eine sehr harte Arbeit in der Mine, für Männer und für Frauen. Deswegen sind wir aber auch so entschlossen und kämpferisch. Mein Großvater arbeitete in der Mine und mein Vater auch, dort starb er im Alter von 47 Jahren.

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