29.06.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Sudan ohne Geldquelle

Protestwelle und Straßenschlachten: Streit mit Südsudan bringt Ölproduktion fast zum Erliegen. Etatkürzungen und hohe Inflation entfachen Widerstand

Thomas Berger
Etatprobleme sind kein europäisches oder US-amerikanisches Phänomen. Das zeigt sich gegenwärtig am Beispiel Sudan. Umgerechnet 2,4 Milliarden US-Dollar fehlen dem afrikanischen Staat in seinem aktuellen Haushalt, weshalb die Regierung in Khartum nun die große Keule schwingt und »sparen« will. Am Dienstag vergangener Woche traf sich das Kabinett zu einer Sondersitzung, um unter dem Vorsitz von Präsident Omar Al-Baschir die massiven Einschnitte abzusegnen, die seit Tagen im Land kontrovers diskutiert werden. Die einen befürchten, daß durch extreme Kürzungen der Ausgaben in verschiedenen Bereichen der finanzielle Handlungsspielraum des Staates gänzlich verlorengeht. Die anderen verweisen darauf, daß die »Spar«-Maßnahmen vor allem jene Menschen treffen, die schon jetzt besonders zu leiden haben.

Weniger umstritten ist der Versuch, mit einer Ausdünnung des Staatsapparates die Ausgaben zu reduzieren. So soll die nationale Menschenrechtskommission künftig nur n...

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