25.05.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

ai schont Assad-Gegner

Amnesty macht im neuen Jahresbericht allein syrische Regierung für Gewalt verantwortlich. Damaskus beklagt fast 4000 Angriffe von Aufständischen trotz Waffenruhe

Karin Leukefeld
Amnesty International (ai) hat in dieser Woche den Jahresbericht 2012 vorgestellt. Die Verantwortung für Gewalt in Syrien sieht die Menschenrechtsorganisation ausschließlich bei der Regierung in Damaskus. Diese habe während der seit 14 Monate andauernden Unruhen vermutlich »Verbrechen gegen die Menschlichkeit« verübt, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Regierungskräfte hätten »tödliche Gewalt« eingesetzt und »Gefangene gefoltert«, sie seien mit »exzessiver Gewalt gegen friedliche Demonstranten« vorgegangen. Regierungskräfte hätten Panzer in Wohngebieten stationiert, friedliche Demonstranten getötet, Tausende verhaftet, gefoltert und in Isolationshaft eingesperrt, ist in dem Report zu lesen, der in London von ai-Generalsekretär Salil Shetty vorgestellt wurde. Keine Regierungsstelle habe eine »unabhängige Untersuchung über extralegale Morde, Folter und andere schwere Menschenrechtsverletzungen« vorgenommen. Amnesty wirft darüber hinaus de...

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