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25.05.2012 / Inland / Seite 4

Neue Interventionsstrategie

Lehren aus Afghanistan-Desaster: Auswärtiges Amt, Entwicklungs- und Verteidigungsministerium legen neues Strategiepapier für »fragile Staaten« vor

Michael Schulze von Glaßer
Über fünfzig tote Bundeswehr-Soldaten, eine miserable Sicherheitslage und eine durch den Kriegseinsatz sogar noch erhöhte Terrorgefahr in der Bundesrepublik: Die deutsche Intervention in Afghanistan ist gescheitert. Trotz des Mißerfolgs am Hindukusch will die Bundesregierung auch in Zukunft nicht auf Interventionen in fremden Ländern verzichten. Wie solche Einmischungen zukünftig ablaufen sollen, wird in einem neuen Strategiepapier mit dem Titel »Für eine kohärente Politik der Bundesregierung gegenüber fragilen Staaten« vorgezeichnet: »Gerade zu Beginn eines internationalen Engagements hat die Schaffung eines sicheren Umfeldes höchste Priorität«, heißt es in dem Konzept von Außen-, Entwicklungs- und Verteidigungsministerium. Es soll zunächst mit aller militärischen Härte durchgegriffen werden, um jeden Widerstand im Keim zu ersticken. Danach soll auch auf lokale Institutionen gesetzt werden: »Ein politisches System kann nur dann mittel- bis langfristig st...

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