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25.05.2012 / Feuilleton / Seite 13

»Die Band ist eine Maschine«

Aufscheinen und verschwinden: Auch auf ihrer neuen Platte arbeiten F.S.K. nach dem Guerillaprinzip. Ein Gespräch mit Michaela Melián

Christof Meueler
Michaela Melián, Jahrgang 1956, ist Musikerin und bildende Künstlerin. Sie singt und spielt Baß bei F.S.K.

Die neue Platte von F.S.K. heißt »Akt, eine Treppe hinabsteigend«. Tritt die Band jetzt, im 32. Jahr ihres Bestehens, in ihre kubistische Phase ein?

Meinen Sie, weil das berühmte Bild von Marcel Duchamp so ähnlich heißt?

Heißt es nicht genau wie die Platte?

Nein. Das Bild heißt »Nu descendant un escalier«, wörtlich übersetzt »Eine Nackte, eine Treppe herabsteigend«. In der deutschen Übersetzung, die man in Kunstkatalogen findet, heißt es: »Akt, eine Treppe herabsteigend« – »herab« statt »hinab«.

Was ist das für ein Unterschied?

Duchamps Bild zeigt den Blick auf eine nackte Frau, die die Bordelltreppe zu den Freiern herabsteigt. Der Körper ist hier ganz Maschine, der Bewegungslauf in Einzelbilder aufgespalten, also eigentlich eine Fragmentierung des Körpers in der Bewegung. Bei uns geht es nicht um die hüllenlose Gestalt, sondern um den Akt, die...


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