02.05.2012 / Inland / Seite 4

Bunt statt braun

Neonazis trafen beim Versuch, den 1. Mai zu vereinnahmen, auf eine deutliche Überzahl an Gegendemonstranten

Mirko Knoche
In mehreren deutschen Städten sind am gestrigen 1. Mai Neonazis aufmarschiert, trafen aber auf eine deutliche Überzahl an Gegendemonstranten. Polizeibeamte schützten die rechten Kundgebungen, zu größeren Ausschreitungen kam es dabei nur in Bonn. Rund 1000 Menschen versuchten, sich den rund 200 Neofaschisten in den Weg stellen. Polizeibeamte lösten die Blockaden gewaltsam auf und setzten Tränengas ein. Gegendemonstranten hätten eine Absperrung durchbrochen, hieß es danach zur Begründung. Nach Augenzeugenberichten wurde bereits am Vormittag eine Gruppe von Antifaschisten eingekesselt.

Rund 4000 Bürger demonstrierten im oberfränkischen Hof gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten. An dem Protest unter dem Motto »Unsere Region ist bunt, nicht braun« beteiligten sich auch hochrangige Mitglieder bürgerlicher Parteien. »Die Sprachlosigkeit der Demokraten ist der größte Feind der Demokratie«, begründete etwa Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sein...

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