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26.03.2012 / Ausland / Seite 8

»Militärputsch kann Vorwand für Intervention bieten«

In Mali stürzen Soldaten Regierung von Amadou Toumani Touré. Ein Gespräch mit Mahamadou Diarra

Benjamin Beutler
Mahamadou Diarra ist Koordinator des Radionetzwerkes Radio Kayira und führendes Mitglied der linken Oppositionspartei »Afrikanische Solidarität für Demokratie und Unabhängigkeit« (SADI) in Mali, die im Parlament vier von 147 Sitzen hält

Vier Tage nach dem Staatsstreich ist Malis Hauptstadt Bamako weiterhin unter Kontrolle rebellierender Soldaten. Mitte vergangener Woche haben die rangniedrigen Truppenteile von Malis Streitkräften Präsident Amadou Toumani Touré, ATT genannt, mit Waffengewalt aus dem Amt geputscht. Welchen Auslöser gab es dafür?

Gründe, um gegen den Präsidenten zu sein, gibt es viele: Inkompetenz bei der Lösung sozialer und wirtschaftlicher Probleme, Korruption, eine drohende Nahrungsmittelkrise, Unregelmäßigkeiten im Vorfeld der Nationalwahlen und eines Verfassungsreferendums Ende April, das die Stärkung seiner Macht vorsieht. Das Faß endgültig zum Überlaufen gebracht hat wohl die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Armee. Der Staatsst...

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