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15.03.2012 / Feuilleton / Seite 13

Neues Exil

Ein Nachruf auf den Gewerkschafter, Kommunisten und Schriftsteller Ernesto Kroch

Johannes Schulten
Auch beim schönsten Schauspiel gilt: Einmal muß der Vorhang fallen. Auch für mich«. Für den jüdischen Kommunisten oder kommunistischen Juden Ernesto Kroch ist der Vorhang in der Nacht zum Sonntag gefallen, beinahe acht Jahre nachdem er diese Zeilen auf die letzte Seite seiner Autobiographie setzte. Kroch starb im Alter von 95 Jahren in Frankfurt am Main.

Ein Schauspiel war das Leben des Antifaschisten und Gewerkschafters wahrhaftig. Und trotz KZ-Haft und zweimaligem Exil war es wahrscheinlich sogar ein schönes, vor allem eines, das für viele Leben gereicht hätte.

Geboren 1917 in Breslau, war Kroch gleich zweimal im Abstand von 45 Jahren gezwungen, wegen seiner politischen Überzeugung und des Einsatzes dafür sein »Heimatland« zu verlassen: Als aktiver Antifaschist wird der gerade 17jährige 1934 von der Gestapo verhaftet. Es folgen Folter, eine knapp zweijährige Gefängnishaft und die Einweisung ins Konzentrationslager Lichtenburg. Kroch hat Glück, er komm...



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