10.03.2012 / Ansichten / Seite 8

Rachsucht

CDU-Kampagne gegen Beate Klarsfeld

Werner Pirker
Die CDU kann Beate Klarsfeld die Ohrfeige offenbar bis heute nicht verzeihen, die sie 1968 dem damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger verabreicht hat. Selbst die Tatsache, daß die von der Linkspartei für das Bundespräsidentenamt nominierte frühere »Nazijägerin« in Frankreich im Einklang mit der Bundeskanzlerin Nicolas Sarkozy unterstützt, vermag die Christdemokraten nicht gnädiger zu stimmen. Sollte Klarsfeld tatsächlich, wie von der Springer-Zeitung Die Welt kolportiert, auf der Honorarliste der SED gestanden haben, sei sie als Bewerberin für das höchste Staatsamt »völlig untragbar«, ereiferte sich CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe in der Mitteldeutschen Zeitung.

Es geht um 2000 Westmark, den die Verfolgerin von Nazi-Kriegsverbrechern als Anerkennung für ihre Handgreiflichkeit gegenüber Kiesinger und andere antifaschistische Initiativen erhalten haben soll und die offiziell als Honorar für einen Artikel ausgewiesen worden seien. Der eigentliche Sk...

Artikel-Länge: 3070 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe