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24.02.2012 / Feminismus / Seite 15

Schwarz rettet Schwarzer

CDU-Ministerin Schröder will Mittelkürzungen des Landes Nordrhein-Westfalen für das Kölner Archiv der Frauenbewegung ausgleichen - und noch was drauflegen

Jana Frielinghaus
Da wächst zusammen, was nur scheinbar nicht zusammengehört: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wirft sich in die Bresche für ein Projekt der Vorzeigefeministin der Nation. Dabei hatte Alice Schwarzer die stramm konservative junge Politaufsteigerin erst vor gut einem Jahr rüde als inkompetent und in Sachen Feminismus als »hoffnungslosen Fall« abgekanzelt (siehe jW vom 12.11.2010). Vielleicht wäre es nach dieser noblen Geste Zeit für Schwarzer, sich und der Welt gegenüber einzugestehen, daß sie sehr viel mit der »schwarzen« Politikerin verbindet: Ignoranz in der sozialen Frage, pauschaler »Islamismus«-Verdacht gegenüber muslimischen Migrantenfamilien und notorischer Antikommunismus wären da nur drei von vielen Gemeinsamkeiten.

Schröder sagte dem von Schwarzer gegründeten Archiv der Frauenbewegung in Köln am Dienstag für insgesamt vier Jahre jeweils 150000 Euro an Fördermitteln zu. Zuvor hatte ausgerechnet die »rot-grüne« nordrhein-westfälisch...

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