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24.02.2012 / Sport / Seite 16

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Der offene Rassismus ist zurück im englischen Fußball

Christian Bunke
In den 50er Jahren war das lebende Maskottchen des Aston Villa FC ein Schwarzer mit Frack und Zylinder, auf dessen Rücken der Name »Darkie« stand. Affengeräusche gab es bis mindestens Ende der 70er Jahre in allen englischen Stadien. Seitdem hat sich einiges geändert. Eine Reihe antirassistischer Kampagnen wurde aufgelegt. In den 80ern lehrte die »Anti Fascist Action«, die zum großen Teil aus Fans von Manchester United bestand, viele Nazis das Fürchten. Und doch ist der Rassismus nie aus den Stadien verschwunden. Er äußerte sich nur nicht mehr offen – bis höchste Amts- und Würdenträger ihm zum Comeback verhalfen, darunter FIFA-Präsident Sepp Blatter, Premier David Cameron und verschiedene Vereinsoffizielle.

Es begann im Herbst mit rassistischen Ausfällen des Stürmers Luis Suárez vom FC Liverpool und fand mit dem Abtritt des Nationaltrainers Fabio Capellos einen vorläufigen Höhepunkt. Der englische Verband, die FA, verurteilte Suárez zu einer Acht-Sp...

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