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11.02.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wirksame Schutzklauseln fehlen«

ACTA sieht weiterreichende Schadenersatzforderungen vor, die abschreckend auf Generikahersteller wirken können. Ein Gespräch mit Sandy Harnisch

Ralf Wurzbacher
Sandy Harnisch ist Referentin für Advocacy-Arbeit im Aktionsbündnis gegen AIDS, dem deutschlandweit über 100 Nichtregierungsorganisationen und mehr als 280 lokal engagierte Gruppen angehören

Warum droht ACTA die Not in den Armutsregionen der Welt zu verschärfen?

Das Aktionsbündnis gegen AIDS und viele andere Nichtregierungsorganisationen sehen in ACTA ein großes Risiko für den Zugang zu Medikamenten, und zwar nicht nur in den Ländern, die ACTA unterzeichnen, sondern weltweit. Daß heute rund 6,6 Millionen Menschen eine lebensrettende HIV/AIDS-Therapie erhalten, ist dem Wettbewerb mit preisgünstigen Nachahmermedikamenten, sogenannten Generika, zu verdanken. So decken beispielsweise indische Generikafirmen mehr als 80 Prozent des Bedarfs an AIDS-Medikamenten in Subsahara-Afrika ab.

Aber das Abkommen wäre nicht gleichbedeutend mit einem Produktions- und Handelsverbot für Generika.

Nein, Generika können weiterhin legal produziert und gehandelt werden. Allerdin...

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