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10.02.2012 / Feminismus / Seite 15

Recht auf Unversehrtheit

Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung: Parlamentsinitiative für besonderen Straftatbestand in Deutschland. Weltweit jährlich drei Millionen Opfer des Rituals

Jana Frielinghaus
Nichtregierungs- und Menschenrechtsorganisationen haben diese Woche auch in Deutschland politisches Handeln gegen die in vielen Ländern der Erde weiter praktizierte weibliche Genitalverstümmelung verlangt. Anlaß war der Internationale Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar. Am Donnerstag war die auch als Female Genital Mutilation (FGM) bezeichnete Praxis Thema im Bundestag, der über einen Gesetzesvorschlag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen beriet. Der Entwurf, der vorsieht, FGM unter dem Straftatbestand der schweren Körperverletzung ausdrücklich ins Strafgesetzbuch aufzunehmen – auch dann, wenn sie im Ausland verübt wurde, kann offenbar mit breiter Zustimmung rechnen. So prangerte am Montag auch Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer (CSU) das Initiationsritual als »eine der brutalsten Menschenrechtsverletzungen überhaupt« an und forderte ebenfalls einen eigenen Straftatbestand. Bislang fällt die Praxis in Deutschland lediglich un...

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