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06.02.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Auffälliger Zeitpunkt

Unmittelbar vor der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Syrien häuften sich Berichte über ein Massaker in Homs. Danach wurden die Opferzahlen korrigiert

Karin Leukefeld, Damaskus
Offensichtlich unter dem Eindruck von »Massakern« der syrischen Armee in Teilen der Stadt Homs haben 13 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates am Samstag einer Resolution gegen Syrien zugestimmt. Rußland und China legten ihr Veto ein und verhinderten damit die Annahme. Wenige Stunden vor der Entscheidung im UN-Sicherheitsrat hatten die arabischen Satellitensender Al-Dschasira und Al-Arabiya weitgehend übereinstimmend berichtet, die syrische Armee und Sicherheitskräfte hätten nach Auskunft von Aufständischen in Teilen der Stadt Homs ein »Massaker« an der Bevölkerung verübt. Bei dem »willkürlichen« Beschuß mit Panzerraketen und Mörsergranaten seien ganze Wohnviertel zerstört und Hunderte Menschen getötet worden. Telefonisch zugeschaltet war ein »Oppositioneller aus Homs«, der von »Frauen, Kindern und älteren Männern« sprach, die getötet worden seien. Die genannten Opferzahlen stiegen im Laufe des Samstags von 200 auf mehr als 330 Tote und Hunderte Verletzte. De...

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