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06.02.2012 / Feuilleton / Seite 13

Im Hafen der Zukunft

Avi Nesher erzählt in »Ein Sommer in Haifa« eine ungewöhnliche Coming-of-Age-Story und vom israelischen 1968

Anja Trebbin
Die Jahreszahl 1968 funktioniert in Europa und Amerika als Symbol für kulturellen Aufbruch, für freie Liebe und Rock ’n’ Roll. Israel ist zu dieser Zeit noch nicht ganz soweit: Kein Rock im Radio, Pfadfindertreffen statt Love-ins. Zu dieser Zeit spielt »Ein Sommer in Haifa«, der neue Film von Avi Nesher, einem der einflußreichsten israelischen Filmemacher.

Teenager Arik (Tuval Shafir) träumt weder von sexueller Revolution noch einer befreiten Gesellschaft. Statt dessen möchte er – kurz nach dem israelischen Sieg im Sechstagekrieg – Kriegsheld werden. Falls das nicht klappt, wäre eine Ersatzkarriere als Autor von Detektivromanen auch akzeptabel. Eines Tages lernt er Yankele Braid (Adir Miller) kennen. Yankele ist Holocaust-Überlebender und arbeitet als Ehevermittler. Sein Beruf ist Berufung für ihn: Er versucht in erster Linie, Menschen mit Handicap zu verkuppeln. »Ich bin spezialisiert auf spezielle Menschen«, so drückt er es aus....

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